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    Naturtheater Heidenheim e.V
    Mo, Di, Do, Fr 14.00 - 17.00 Uhr
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    2016

    Pressebilder 'Die kleine Hexe'

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    Pressebilder 'Feuerzangenbowle'

    feuerzangenbowle

    feuerzangenbowle

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    2015

    Das Krokodil aus Peter Pan | Text

    Es geht tierisch zu auf der Bühne des Naturtheaters, bei dem diesjährigen Kinderstück Peter Pan, wo ein leibhaftiges Krokodil dem sonst so unerschrockenen Bösewicht Käpt’n Hook gewaltig das Fürchten lehrt. Aber natürlich ist es kein echtes Reptil, das Regisseur Oliver von Fürich über die Bühne kriechen lässt, sondern ein kleines Wunderwerk der Technik, das er da für seine Inszenierung aus dem Hut gezaubert hat. Es war klar: für das Stück musste ein Krokodil her, doch es war gar nicht so einfach, so ein bühnentaugliches Tier zu finden.

    Das Krokodil von Robin Hood, damals gespielt von Martin Grath, fiel aus, denn der steht dieses Jahr ja als Smee auf der Bühne; und er hätte sich sicherlich auch mit Rolle kräftig den Magen verdorben… So streckte von Fürich seine Fühler aus in Richtung anderer Freilichttheater, die in der Vergangenheit Peter Pan aufgeführt hatten, um herauszufinden, wie die das Problem des Krokodils gelöst hatten. Fündig wurde er bei der Freilichtbühne Tecklenburg, die für ihren Peter Pan so ein Ungetüm eingesetzt hatten. Doch Tecklenburg war beileibe nicht der „Geburtsort“ des mechanischen Reptils; das war die Freilichtbühne Neuhaus, die das Krokodil 2008 für ihre Inszenierung zum Leben erweckte.

    Vater dieses technischen Highlights war mal wieder ein theaterbesessener Tüftler, die mit viel Phantasie und Knowhow das Tier aus seine drei Räder setzte. In den folgenden vier Jahren mutierte das Gerät zum Wanderkrokodil, wurde es doch an verschiedene andere Bühnen ausgeliehen, bis es Schlussendlich vom Naturtheater Heidenheim erstanden wurde. Hier angekommen gab es erstmal einen gründlichen „Gesundheitscheck“: Peter Pfrömmer – einer der Heidenheimer Düsentriebs – brachte die Technik des batteriegetrieben Monsters erst mal auf den neuesten Stand. Gefahren wird das Gerät in jeder Aufführung von Steffen Vogel, der seine fast 1.90m ganz schön zusammenfalten muss, um in das doch recht enge Cockpit reinzupassen. Der Deckel geht zu und dann muss sich Vogel auf das kleine Monitorbild verlassen, dass von einer der beiden Kameras für Tag- beziehungsweise Nachteinsatz in der Nase des Krokodils geliefert wird. Gesteuert wird mittels eines Gestänges, an dem ein dem Gashebel eins Quads ähnlicher Gasgriff montiert ist, mit dem das Gefährt in Gang gesetzt wird.

    Einmal in Bewegung, lässt sich das Krokodil leicht steuern, mit dem Bremsen ist es allerdings so eine Sache, denn dazu mit Vogel seine Sicherheitsschuhe auf den Asphalt pressen; mechanische Bremsen sind nämlich Fehlanzeige. So ein Krokodil muss natürlich auch mal kräftig das Maul aufreißen können; dazu besitzt es eine pneumatische Anlage, mit deren Hilfe der Fahrer das Maul öffnen und schließen sowie den Kopf heben und senken kann. Alles in allem ein technisches Schmankerl, das da noch bis zum 22. August auf der Bühne des Theaters bestaunt werden kann; die Nachmittagsaufführungen sind zwar inzwischen ausverkauft, aber für die vier Abendvorstellungen sind noch ein paar Karten zu erwerben.

    Andreas Antoniuk

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