Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben

Geradezu legendär ist das Theaterstück von Kurt Wilhelm rund um den Brandner Kaspar und seine Geschäfte mit dem Tod. Der Brandner Kaspar lebt als Schlosser am Tegernsee und ist für seine Schlitzohrigkeit bekannt. Als der Kaspar 72 Jahre alt ist, sucht ihn der Tod allmählich auf. Gott selbst will den Brandner Kaspar zu sich in den Himmel holen, und er schickt deshalb seinen Bediensteten, den Tod, in Bayern „Boandlkramer“ genannt, aus, der den Kaspar auf seinem Weg nach oben begleiten soll. Dem Kaspar aber gefällt es gar zu gut auf Erden und will noch nicht das Zeitliche segnen. Was also kann helfen? Kirschgeist! Der schlaue Kaspar macht den Tod betrunken und ringt um sein Leben beim Kartenspiel. Und siehe da, der Kaspar gewinnt. Satte weitere 18 Lebensjahre hat er dem Tod abgetrotzt. Doch bereits zum 75. Geburtstag des Brandner Kaspar schlägt das Schicksal zu: Kaspars geliebte Enkelin verunglückt in den Bergen. Und mit ihr verliert der Kaspar jegliche Freude am Dasein im Diesseits. Der Boandlkramer erscheint erneut und bietet dem Kaspar ein Geschäft an: Ob er vielleicht den Himmel einmal ausprobieren möchte? Stundenweise? In seiner tiefen Trauer sagt der Kaspar zu und folgt dem Tod. Und er betritt im wahrsten Sinne ein Paradies: Denn der bayerische Himmel hängt voller Weißwürste, es gibt Bier und Kartenspiele und keine Preußen. Der Kaspar findet sogar seine verstorbene Ehefrau wieder, und seine
beiden Kinder sind auch da. Deshalb beschließt der Kaspar, auf sein Guthaben von restlichen 15 Jahren zu verzichten und einfach oben zu bleiben, im Himmel.

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