Geschichte
„Wenn ich hier rauskomme, will ich mein Leben einsetzen für etwas, was die Menschen verbindet: Die Kunst.“
Das soll sich Vereinsgründer Gustav Müller im Schützengraben im Ersten Weltkrieg geschworen haben. Unter schwerem Beschuss kam dem Gärtnermeister und Unteroffizier die Idee, einen Theaterverein zu gründen, so berichtete seine Tochter Ella Schneider.
Ob es sich so zugetragen hat, wissen wir nicht genau, aber er überlebte und gründete 1919, im Rahmen einer Versammlung, den Verein: Volkskunst-Vereinigung Verein zur Hebung und Förderung der Volksbildung und Volkskunst durch Selbstaufführung literarischer Meisterwerke.
Zunächst noch ohne eigene Spielstätte findet noch im selben Jahr ein Eröffnungsspiel und weitere Inszenierungen im Konzerthaus statt.
Ab 1946 nennt sich der Verein „Heidenheimer Volksschauspiele“. 2002 folgt eine erneute Namensänderung und nun heißt der Verein so wie die Bühne: „Naturtheater Heidenheim“.
Die ersten Jahre
1921
Der Verein wird ins Vereinsregister eingetragen.
1922
Die Schwäbische Landesbühne erwirkt beim Kreisgericht Ellwangen ein Spielverbot für die Volkskunstvereinigung wegen „unzulässiger Konkurrenz“. Nach fast einjährigem Verfahren wird der Antrag zurückgewiesen.
1923
Die Volkskunstvereinigung fasst den Entschluss, für Heidenheim ein Naturtheater zu schaffen. Gründer Gustav Müller und weitere Vereinsmitglieder fahren nach Oetigheim, um das dortige Naturtheater zu besichtigen und Informationen einzuholen.
1924
„Freilichtbühne zunächst auf drei Jahre.“
Die Stadt weist der Volkskunstvereinigung am 6. März einen Platz hinter dem Schloss zu. Am 5. Juli wird die Zuschauerhalle mit 1960 Plätzen und 5 Eingängen fertiggestellt. Die Einweihung der Naturbühne findet am 20. Juli mit 200 Mitwirkenden und der Inszenierung „Wilhelm Tell“ statt. Sonntag für Sonntag ist das Stück ausverkauft.

1932
Das neue Volkskunsthaus in der Bergstraße 2 – 3 wird eingeweiht und ist gewissermaßen das Vereinsheim der Volksschauspiele, bis es wegen baulicher Mängel nicht mehr genutzt werden konnte.
Theater auf dem Schlossberg – Meilensteine und Wendepunkte
1924
„Freilichtbühne zunächst auf drei Jahre.“ – Die Einweihung der Naturbühne findet am 20. Juli mit 200 Mitwirkenden und der Inszenierung “Wilhelm Tell” statt. Sonntag für Sonntag ist das Stück ausverkauft.
1928
Die Stadt überlässt der Volkskunstvereinigung den Platz pachtweise auf unbestimmte Zeit.
1931
Der Verein ist schuldenfrei und als gemeinnützig anerkannt und damit die einzige Freilichtbühne in Württemberg.
1939
Während der „Egmont“ Aufführungen wird der Spielbetrieb bis zum Kriegsende eingestellt.
„Am Vortag des 4. Spielsonntags wurde durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. August 1939 das Spiel jäh unterbrochen und die Pforten des Naturtheaters schlossen sich. Am Sonntag darauf war es schon von einer Flakeinheit belegt.“ (Seubert)

1944
Mit vier Aufführungen von „Jung-Siegfried“ wird die Freilichtbühne an zwei Sonntagen von den wenigen nicht eingerückten Spielern und Frauen wiederbelebt. Im Bühnenbild der „Egmont“-Inszenierung von 1939 spielen sie für 13.000 Zuschauende.
„An zwei Sonntagen wurde die Verlassenheit des Musentempels durch das Spiel ‚Jung-Siegfried‘ unterbrochen und von den wenigen nicht eingerückten Spielern und den vielen einsamen Jungfrauen mit großer Begeisterung gespielt. Einsam ragt das vom Egmont-Spiel stehen gebliebene Mittelstück des Rathauses hervor.“ (Aus: Fotoalbum Seubert)
Gezeigt werden vier Aufführungen mit 13.000 Zuschauern.
1946
Aufgrund der geringen Zerstörungen erholt sich Heidenheim relativ schnell von den Kriegsjahren. Der Verein ist wieder aktiv und spielt bereits am 2. Februar die ersten Aufführungen als Saalspiel. Die Freilichtsaison wird am 28. Juli mit dem symbolischen Titel „Das tapfere Schneiderlein“ erneut eingeläutet.
Nach der sogenannten „Stunde Null“ vollzieht sich in Heidenheim die Wiederaufnahme eines gewöhnlichen Alltages aufgrund der geringen Zerstörungen relativ schnell. Die ersten Aufführungen des wieder aktiven Vereins finden am 2. Februar als Saalspiel statt. Am 28. Juli wird nach der Kriegsunterbrechung die Freilichtbühne wieder bespielt und somit die Zeit der Nachkriegsinszenierungen mit dem symbolischen Titel „Das tapfere Schneiderlein“ eingeleitet.
1949
Die Stadt Heidenheim schenkt dem Verein anlässlich des 25-jährigen Freilichtbühnenjubiläums das Gelände auf dem Schlossberg.
1952
Mit insgesamt 95.000 Besuchern ist dies die bisher erfolgreichste Spielzeit seit Bestehen des Vereins.
1958
Mit Elisabeth Burkhardt führt zum ersten Mal eine Frau Regie.

1965
Die wohl erste Aktion des Naturtheaters im Schloss findet mit der Aufführung von „Jedermann“ am Kindlesbrunnen im Schloss Hellenstein statt.
1969
Der Verein feiert 50-jähriges Bestehen und erhält aus diesem Anlass die Ehrenmedaille der Stadt Heidenheim.
1972
Am 4. März 1972 ist bei der Generalversammlung von „Kultur im Konkurs“ die Rede und die Auflösung des Vereins wird diskutiert. Grund dafür ist ein finanzielles Defizit, das trotz Erhöhung der Ticketpreise und Einschränkung der Freikarten im laufenden Jahr größer wird. Dazu kommt, dass Sanierungen anstehen und der fest eingeplante Zuschuss des Landkreises ausbleibt. „Rettet die Volksschauspiele“, kommentiert die HZ, denn „Wo bliebe sonst noch Platz für Tradition, Idealismus und Kultur, die wir so dringend benötigen?“ Der Verein ruft die „Euro-Theatertage“ ins Leben.

1974
Durch die zweiten „Euro-Theatertage“ wird Heidenheim im Sommer zu einem Zentrum des europäischen Amateurtheaterspiels.
1976
Das erste Kinderstück wird auf der Freilichtbühne aufgeführt: „Der Räuber Hotzenplotz“.
1981
Finanzgebaren und Führungsstil des Vorsitzenden Günter Moser treiben den Verein fast in den Ruin. Zuschussträger stoppen alle Zuwendungen, weil diese in der Vergangenheit nicht zu Konsolidierung der Finanzen verwendet wurden. Schuldenhöhe: über 400.000 DM. Die Stadt warnt vor Wiederwahl Mosers. Günter Moser wurde dennoch wiedergewählt, aber es wurde erstmals ein erweiterter Vorstand installiert mit Franzpeter Wagner als Finanzvorstand und Helmut Merkel als Technischer Vorstand. Damit war auch die Stadt einverstanden, und die Zuschüsse waren wieder gesichert.
1983
Die Naturtheater Grundstücks GmbH der Stadt Heidenheim übernimmt die Schulden (300.000 DM) und das Gelände des Naturtheaters.
Bei der Hauptversammlung im September 1983 wird die Übertragung des Geländes an die „Naturtheater-Grundstücksverwaltung GmbH Heidenheim“ beschlossen. Einziger Gesellschafter ist die Stadt.
Die wichtigsten Punkte:
- Der Verein ist nicht mehr Eigentümer des Theatergeländes, das ihm 1949 von der Stadt geschenkt wurde.
- Die Gesellschaft übernimmt die aufgelaufene Schuldenlast der Heidenheimer Volksschauspiele.
- Die Stadt wird eine Generalsanierung des Geländes und der Baulichkeiten in Angriff nehmen.
1985
Die ersten Volkstheatertage finden in Heidenheim statt.
1988
Mit „Anatevka“ wird erstmals ein Musical auf der Freilichtbühne aufgeführt.
2009
Die Schlosshaustraße wird in Hugo-Rupf-Platz umbenannt und das Schiller-Denkmal wird auf den neu gestalteten Platz vor dem Naturtheater versetzt.

2010
Vom 24. September bis zum 31. Oktober finden die 27. Baden-Württembergischen Literaturtage unter Federführung der Stadtbibliothek statt. Das Naturtheater wirkt dabei mit 30 Spielern und 10 Darbietungen in seinen „Lesungen an ungewöhnlichen Orten“ – z.B. Amtsgericht, Krankenhaus, Kläranlage, Kuhstall – mit.
2011
Liselotte Pulver, Hauptdarstellerin aus dem Film „Ich denke oft an Piroschka“, signiert ein Plakat des gleichnamigen Sommerstücks. Das Plakat wird anschließend verlost und seither wird jedes Jahr eine Verlosung durchgeführt.
2015
Die Theaterjugend wird für ihr Engagement um die Integration von Geflüchteten mit dem Bürgerpreis der Kreissparkasse Heidenheim ausgezeichnet.
2019
Das Jubiläum 100 Jahre Naturtheater Heidenheim wurde ganz nach dem Motto 100 Jahre – 100 Veranstaltungen gefeiert. Das Festwochen Programm umfasste einen Festakt, Open Air Poetry Slam, Konzerte, Musical Night, Kindertag und ein theatereigenes Stück „…und einig wollen wir handeln“ geschrieben, das in Kooperation mit dem Theater der Stadt Aalen produziert wurde. Das Stück verbindet die Geschichte von „Wilhelm Tell“ mit der Geschichte des Naturtheaters.

2020
Die Corona-Pandemie macht auch vor dem Naturtheater Heidenheim keinen Halt. Trotz der Lockerungen der Maßnahmen in den Sommermonaten können 2020 und 2021 keine Stücke auf der Freilichtbühne gezeigt werden, da die Probenzeit im Winter nicht stattfinden kann. Die Freilichtbühne bleibt jedoch nicht leer. Mit „Kultur – aber sicher!“ kommt Kleinkunst und Musik auf die große Bühne. Mit dabei ist auch der musikalische Abend „Sound of Music – Showtime im Naturtheater“, der von Vereinsmitgliedern entworfen und umgesetzt wird.
2024
Zum 100. Geburtstag der Freilichtbühne wird in Erinnerung an die erste Spielzeit dort „Wilhelm Tell“ aufgeführt – in einer modernen, eigens für das Naturtheater geschriebenen Fassung: „Wilhelm – Tell me your story“
2025
Das Naturtheater ist Gastgeber des Landesamateurtheaterpreis „Lamathea“, der seit 2013 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg verliehen wird. Die Musical-Inszenierung „Annie“ aus der Sommerspielzeit 2024 wird in der Kategorie Freilichttheater ausgezeichnet.
Kein Stillstand – Baumaßnahmen und Weiterentwicklung
In über 100 Jahren Vereinsgeschichte und Freilichtbühne haben sich nicht nur die Inhalte und Gesichter auf und hinter der Bühne verändert. Die Zuschauerhalle ist nicht mehr dieselbe, wie zu den Anfängen und viele Gebäude sind in der Vereinsgeschichte gebaut und wieder abgerissen worden. Aber auch die allgemeine Entwicklung technischer Mittel hat die Vereinsgeschichte verändert.

1924
Am 5. Juli wird die Zuschauerhalle mit 1960 Plätzen und 5 Eingängen fertiggestellt.
1927
Das Theatercafé wird gebaut und besteht 60 Jahre, bis es 1987 abgerissen und neu errichtet wird.
1946
Der Einbau einer Beleuchtungsanlage ermöglicht erstmals Abendaufführungen.
1949
Die Firma Voith unterstützt den Verein und ermöglicht die Anschaffung der ersten Tonanlage.
1951
Die tontechnische Anlage wird durch die ersten transportablen Tonbandmaschinen erweitert.
1955
Neue Umkleide-, Kostüm- und Aufenthaltsräume werden errichtet.
1960-62
Große Umbaumaßnahmen werden umgesetzt: der neue Theatersaal mit Bühne und Kasino, der Kostümfundus, Umkleide- und Geräteräume, neue Werkhalle, moderne Bestuhlung und Wirtschaftsstände werden im Dezember 1962 eingeweiht.
1960
Im Juli wird das baufällig gewordene Volkskunsthaus in der Bergstraße abgerissen. Der Verein hat mit den eigenen Räumen direkt im Naturtheater-Areal auf dem Schlossberg ein neues Zuhause gefunden.
1960-62
Große Umbaumaßnahmen werden umgesetzt: der neue Theatersaal mit Bühne und Kasino, der Kostümfundus, Umkleide- und Geräteräume, neue Werkhalle, moderne Bestuhlung und Wirtschaftsstände werden am 15. Dezember 1962 eingeweiht.
Zur Einweihung wird das Kriminalstück „Die Falle“ gezeigt – und damit die Tradition des Herbststücks eröffnet.
1963
Der Regieraum und zwei Beleuchtungsstände werden saniert.
Eine Stereo-Beschallungsanlage wird installiert, was erstmals auf einer europäischen Freilichtbühne geschieht.
1964
Als erste Amateurbühne in Deutschland wird auf dem Schlossberg mit Stereoton gearbeitet.
1965
Eine elektronisch gesteuerte Beleuchtungsanlage mit elektrisch regelbaren Lichtstehpults der Firma AEG wird installiert, wobei es sich ebenfalls um das erste Mal auf einer europäischen Freilichtbühne handelt.

1970
Die zum Teil seit 1924 bestehenden Wirtschaftsstände im Besucherareal werden abgebaut und durch moderne Pavillons ersetzt.
1979
Die Tonübertragung auf der Bühne wurde komplett durch eine moderne Anlage erneuert.
1985
Die Beleuchtungsanlage wird erneuert.
1986
Ein computergesteuertes Lichtstellpult wird eingebaut, das bis 1993 seinen Dienst leistet.
1987-88
Das alte Theater-Café wird abgerissen. Am 3. Juni 1988 wird das neue Theatercafé eingeweiht.
1994-95
Im September wird die alte Zuschauerhalle abgerissen. Am 16. Juni 1995 wird die neue Zuschauerhalle mit 1.100 Plätzen mit einer großen Gala eröffnet.
2004
Im Mai wird die neue Lautsprecheranlage installiert.
2005
Im September werden Schneiderei und Werkstatt abgerissen, um Platz für einen Neubau zu schaffen.
2006
Im Mai wird der Neubau eingeweiht mit Werkstatt, dem neuen Spiegelsaal, Schneiderei, Kostümverleih, Techniklager, Jugendraum, Tunnel, Holzheizung und Wasserzisterne.
2010
Am 14. Mai wird der erweiterte Saalbau eingeweiht.
2017
Umfangreiche Sanierungsarbeiten werden durchgeführt an Klause, Maske und Kostümfundus. Ein langjähriger Wunsch geht in Erfüllung: Die Saalbühne bekommt einen Schnürboden – als erstes Amateurtheater in Deutschland.
Neue Wege
Wo gehobelt wird, fallen Späne – und wo kreative Kräfte walten, können diese nicht nur gestalten, sondern auch spalten. Theater bringt Emotionen hervor, und das nicht nur beim Zuschauen. Hinter den Kulissen gab es schon so manche Zerwürfnisse, und nicht immer konnten diese beigelegt werden. So kam es zu neuen Theatervereinen, die die Kulturlandschaft der Region bereichert haben. Aber auch innerhalb des Naturtheaters wurden immer wieder neue Wege eingeschlagen, um unterschiedlichen Ausrichtungen auch im Verein ein Zuhause zu geben.
1922
Ein Teil des Vereins trennt sich und bildet den Theaterclub Heidenheim, der aber nicht lange besteht.
1946
Die Heidenheimer Kammerspiele werden gegründet, die offenbar nur kurzfristig bestehen.
1966
Die Saalspielgruppe „Theater am Berg“ wird gegründet.
1975
Die „Majoretten” werden als eigenständige Gruppe gegründet.
1979
Eine Schauspielschule wird gegründet.
1981
Eine Gruppe spaltet sich vom Verein und gründet in Königsbronn die „Freilichtbühne am Brenzursprung”.
1982
Eine weitere Gruppe trennt sich vom Verein, das Sassetheater Heidenheim wird gegründet.
1990
Die Reihe „Kleinkunst im Theatercafé“ startet. Sie schläft zunächst wieder ein, erwacht aber 1999 wieder. Seither bildet „Kultur im Café“ den Jahresauftakt im Naturtheater.
1994
Der Förderverein Naturtheater wird gegründet. Er soll bei der Finanzierung der neuen Zuschauerhalle unterstützen, wobei er auch einen enormen Beitrag leistete. Im Jahr 2019 wurde er aufgelöst. Im Jahr 2020 folgte die Neugründung unter dem Namen „Freunde des Naturtheaters“.
2015
Eine Gruppe Mitglieder gründet einen eigenen Verein, die „Bühne 33“.
2020
Im November wird der Förderverein „Freunde des Naturtheater Heidenheim e.V.“ neu gegründet, um die finanziellen Herausforderungen, die sich aus der COVID-19-Pandemie und dem Ausfall der Sommerspielzeit ergeben, überwinden zu können.
2021
Die Musical Company im Naturtheater wird gegründet. Die Mitglieder hatten bereits im Sommer mit „Sound of Music – Showtime im Naturtheater“ einen musikalischen Abend auf die Freilichtbühne gebracht. Eigentlich als Überbrückung im Corona-Stillstand gedacht, hat dieses Format mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender, sowohl beim Publikum als auch bei den Mitgliedern, deren Leidenschaft nicht nur Schauspiel, sondern auch Musik ist.
Wusstet ihr, dass …
… am 26. Juli 1919, zwei Monate nach Vereinsgründung, die erste Inszenierung gezeigt wurde? Das war „Lenore, die Grabesbraut“. Aufgeführt wurde das Stück im 1914 eingeweihten Konzerthaus.
… dass im Jahr 1923 das erste Weihnachtsmärchen mit „Eiskönig und Goldprinzessin“ aufgeführt wurde? Die Tradition besteht bis heute fort.
… dass im Jahr 1926 erstmals eine Inszenierung des Naturtheaters beim Kinderfest gezeigt wurde?
… dass die Premiere von „Agnes Bernauer“ im Jahr 1935 sage und schreibe 7.000 Zuschauende anwesend waren?
… dass 1946 erstmals beleuchtete Abendvorstellungen stattfanden? Zuvor wurde nachmittags gespielt – zum Teil bis in den Oktober hinein.
… im August 1949 die Meisterschaft im Kunstturnen der US-Zonen im Naturtheater ausgetragen wurde?
… dass die Sommerspielzeit 1952 mit „Wilhelm Tell“ insgesamt 95.000 Besucher auf den Schlossberg lockte? Ein bisher ungebrochener Rekord.
… 1957 der erste Länderkampf im Fechten Russland-Deutschland im Naturtheater ausgetragen wurde?
…dass 1969 der Sitz des Landesverbandes der Amateurtheater nach Heidenheim verlegt wurde?
… dass 1972 der Sitz des Bundesverbandes der Amateurtheater nach Heidenheim verlegt wurde?
… dass die Post im Jahr 1973 einen Sonderstempel für das Naturtheater einrichtete?
… dass im Jahr 1976 Gotthilf Fischer und seine Fischer-Chöre im Naturtheater aufgetreten sind?
… 1990 ein „Grundkurs für Nikoläuse“ von der Volkshochschule und den Volksschauspielen ins Leben gerufen wurde? Dieser bestand allerdings nur kurzzeitig.
… dass im Jahr 1997 die neue A-Klasse von Mercedes im Naturtheater vorgestellt wurde?